Zuverlässige Kennzeichnung mittels Transponder

 

Leider können viele entlaufene Tiere aufgrund fehlender Kennzeichnung nicht an ihre Besitzer

zurück vermittelt werden und fristen für unbestimmte Zeit ein Leben im Tierheim. Bis vor einigen

Jahren wurden Tiere im Wesentlichen nur tätowiert. Dieser schmerzhafte Vorgang darf zum Wohle des

Tieres nur in Narkose durchgeführt werden. Aus praktischen Gründen wird mit der Tätowierung

oft gewartet, bis eine Narkose wegen einer Routineoperation (z.B. Kastration) ansteht und dies

damit verbunden werden kann. Während dieser Zeit besitzt das Tier keinen Eigentumsnachweis.

 

Nachteil der Tätowierung ist aber, dass sie z.T. unleserlich werden kann. Außerdem ist die

Nummernvergabe willkürlich: jeder Tierarzt hat seine eigene Zahlen-Buchstaben-Kombination.

Es besteht keinerlei Regelung zur Vergabe. Auch wird das tätowierte Tier selten zentral erfasst und

registriert. Somit verfehlt das Tätowieren oft den eigentlichen Sinn und damit das Wiederauffinden

entlaufener oder verlorengegangener Tiere.

 

Deshalb hat sich die Tierkennzeichnung mittels Transponder, auch Mikrochip genannt, durchgesetzt. 

Für eine Reise ins Ausland ist der Mikrochip Pflicht und mittlerweile gibt es auch in Niedersachsen ein Gesetz, das einen Mikrochip für Hunde ab einem Alter von 6 Monaten vorschreibt.

Für freilaufende Katzen in Delmenhorst schreibt ein Gesetz vor, dass diese ab einem Alter von 5 Monaten kastriert und gekennzeichnet sein müssen.

Dem Tier wird durch den Tierarzt ein reiskorngroßer Mikrochip nahezu schmerzlos, wie bei einer Impfung, mit einer Injektionsnadel unter die Haut an der linken Halsseite gesetzt.

Jeder Chip enthält eine weltweit einmalige Kennzeichnungsnummer, außerdem einen Ländercode des Herkunftslandes des Tieres.

Der Chip kann mit einem Lesegerät ausgelesen werden. Dank Einigung auf einen internationalen Standard wird somit auch die Rückführung im Ausland verloren gegangener Tiere gewährleistet.

Der Chip bleibt völlig reaktionslos unter der Haut und ein Leben lang lesbar.

 

Nach dem Einsetzen des Mikrochips wird Ihr Tier mit seiner Nummer und Angaben zu seinem

Besitzer (Adresse+Telefonnummer) unter Wahrung des Datenschutzes in einer zentralen Registrier-

stelle (Tasso) erfasst. Diese Registrierung ist freiwillig und kostenlos. Sollte Ihr Tier verlorengehen,

werden bei der Fundstelle (Tierarzt oder Tierheim) seine Nummer mittels eines Lesegerätes

erkannt und anhand der registrierten Daten bei der Zentralstelle seine Herkunft ermittelt. Sie werden

kontaktiert und über den Aufenthaltsort Ihres Tieres informiert.

 

Besonders bei Katzen ist eine Kombination beider Kennzeichnungen empfehlenswert:

  • individuelle Markierung mittels Mikrochip (jederzeit möglich)

  • Tätowierung (zu gegebener Zeit)

 

Somit kann ein Finder an der Tätowierung optisch erkennen „dass das Tier wohl jemandem

gehört, weil es doch tätowiert ist.“ Es besteht auch eine gewisse Abschreckung das Tier 

möglicherweise behalten zu wollen. Der konsultierte Tierarzt oder das Tierheim können dann den

Chip auslesen und Sie kontaktieren.